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Innsbruck 2009
Freitag, 12.06.2009, 10:30 – 21:30 Uhr Rückblick

Veganer Döner-Kebap von Makam Naturkost.

Gratis Kostproben für alle.

Auch den ganz kleinen schmeckt der vegane Käse.
Sogar Innsbrucks Bürgermeisterin beehrte die gelungene Veranstaltung mit ihrem Besuch!
Am Samstag dem 12. Juni fand in Innsbruck das diesjährige Vegane Sommerfest, die Veganmania, am Innsbrucker Franziskanerplatz statt. Auf dem Fest mit dem bisher freundlichsten Wetter dieses Jahr konnten Festbesucher_Innen, Passant_Innen und Tourist_Innen ein bleibendes – selbstverständlich positives – Bild vom Veganismus mit nach Hause nehmen.
Mit Insgesamt drei Verkostungsständen, von veganem Döner über die Gaumenfreuden des Veganversandes Vegourmet bis hin zu veganen Kostproben und selbstgebackenen Kuchen der regionalen Tierrechtsgruppe MegA (Menschen gegen Ausbeutung), sowie fünf Ständen mit Infomaterialien und fruchtbaren Gesprächen zu den Themen Veganismus und Tierrechten bei Vertreter_Innen der Veganen Gesellschaft Österreich (VGÖ) und des Verein gegen Tierfabriken (VGT) sowie des Innsbrucker Vereines Tierschutz Aktiv Tirol (TaT), Merchandising und Informationsbroschüren zu Tierrechten, Ökologie, zur Befreiung der Gesellschaft im politisch-soziologischen & Ökologischen Kontext am Stand der Gruppe ECOnspiracy.
Der Stand mit tierversuchsfreien Körperpflegeprodukten der Firma Lush verbreitete den feinen Duft ätherischer Öle und bei Sonnenschein und guter Laune, unzähligen interessierten Besucher_Innen unter denen sich auch Innsbrucks Bürgermeisterin hervortat, wurde bis 21:30 Uhr fruchtbar diskutiert, philosophiert und gefeiert.
Bereits ab 10 Uhr gab es Musik "aus der Konserve", wobei speziell auf Musikstücke mit Tierrechtlerischen, politischen Inhalten geachtet wurde, so zum Beispiel von Keegans "TRUE NATURE"-Kollektiv.
Um 14 Uhr wurde auf ein Thema aufmerksam gemacht, welches in der Tierrechtsszene sowie in der gesamten Veganen Bewegung derzeit omnipräsent ist: Die Repression gegen die österreichische Tierrechtsbewegung. Mit dem Strassentheaterstück: "DIKRIMINIRUNG, REPRESSION, BEUGEHAFT; SOFORTIGE NOVELLIERUNG DES PARAGRAPHEN 278a!!!" thematisierte die Strassentheatergruppe EIN-AUS bereits das vierte Mal dieses Jahr die Hausdurchsuchungen und Verhaftungen im politischen Tierrechtsspektrum vom Mai 2008. Die schauspielerischen Schwerpunkte wurden wie immer mit musikalischen Einlagen kombiniert, so z.B. erstmals mit der VERTONUNG DES GESETZESTEXTES DES PARAGRAPHEN 278a, Musikstücken aus der Feder einer der ehemaligen Öterreichischen Tierrechtsgefangenen, sowie dem Klassiker, der sogar beim FM4 Protestsongcontest zu hören war: "§278a, er muss weg!!!" – natärlich waren wie immer alle Zuseher_Innen betroffen und schockiert über die behördliche Vorgehensweise gegen die österreichische Tierrechtsszene und unzählige Besucher_Innen und Passant_Innen unterzeichneten die aufliegenden Petitionen gegen der Mafia und sog. "Terror"paragraphen 278a, der hier – selbst in der Augen der breiten Öffentlichkeit – völlig zu UNRECHT herangezogen wird.
Danach bot die HardCore/Punk-Formation unexplained aus dem Tiroler Unterland ein einstündiges Konzert der Extraklasse, und sprach sich in ihren Ansagen immer wieder gegen Rassismus, Speziesissmus und natürlich gegen die Repression gegen politisch Unbequeme (wie eben die Tierrechtsbewegung) in Österreich aus.
Als nächstes lud die Band the Mule aus Innsbruck zum verweilen und tanzen bei Blues, Country und Rockabilly in ihren schrägsten Spielart ein.
Letzter Liveact des Abends war MC Albino, der eigens samt Familie aus Kiel anreiste, und auch Zuhörer_Innen welche nicht in der Hip-Hop Szene beheimatet sind, mit seinen authentischen, ehrlichen und zutiefst politischen und intelligenten Texten in seinen Bann zog.
Danke allen Organisator_Innen und Helfer_Innen, den Künstler_Innen die ihre Beiträge alle unentgeltlich leisteten (und z.T. für das Event durch halb Europa reisten!), der Gemeinde Aldrans für das Leihen der Festbänke und -tische, der Stadt Innsbruck für Strom und Kooperation – und am meisten den unzähligen interessierten und solidarischen Besucher_Innen und Passant_Innen die uns erneut bestärkten: der Weg zu einem Bewussten Zusammenleben, einer Gesellschaft die nicht mehr auf Ausbeutung und Unterdrückung basiert ist geebnet. Wir alle sind Teil der elementarsten Befreiungsbewegung unserer Zeit VEGAN 4 LIVE! – bis zum nächsten Jahr.
Eine große Fotogallerie findet sich unter: www.vegan.at/innsbruck2009
| Musiker_innen | Genre | Auftritt |
|---|---|---|
| Theater Ein/Aus | Theater Performance | 14:00 |
| Unexplained | Punk/Hardcore | 17:30 Uhr |
| The Mule | zwischen Blues, Country und Rockabilly | 19:00 |
| Albino | Hip Hop/Rap | 20:30 |
| Aussteller_innen | Bereich | Angebot |
|---|---|---|
| econspircay | Merchandise Stand | Bücher, T-Shirts, Patches, Buttons, … |
| LUSH | Kosmetikshop-Kette | vegane Kosmetika |
| Makam Döner | Imbiss-Stand | vegane Döner |
| Vegane Gesellschaft Österreich | Interessensvertretung/Verein | Infomaterial |
| Veganversand Vegourmet | online Versand | diverse vegane Produkte |
| Verkostungsstand | Imbiss-Stand | vegane Leckereien |
| Öko-Treff Ulrich | Verkaufsstand | Waschmittel |
| Verein Gegen Tierfabriken | Tierrechtsverein | Infomaterialien, T-Shirts und mehr |
| Tierschutz aktiv Tirol | Tierschutzorganisation | Infomaterial |
Musikerinnen / Musiker
Künstler_innen- Die Straßentheatergruppe gibt es seit einigen Jahren. 1000de Menschen haben schon mitgespielt. Es wurden bereits ein paar 100 Stücke aufgeführt. Diese Stücke richten sich immer gegen die Ausbeutung von Mensch und Tier. Immer wieder wird aufgezeigt wo Unrecht geschieht, jede_r kann mitspielen. Jede_r ist fähig unrecht darzustellen, jeder/m ist auch schon unrecht geschehen. Die Theatergruppe sieht sich auch als Sprachrohr für nichtmenschliche Tiere, die in unserer Gesellschaft keine Stimme haben. Die Straßentheatergruppe Ein/Aus ist absolut davon überzeugt, dass es viel bewirkt, das Unrecht, das Leid und die Missstände aufzuzeigen. Wir wissen, dass wir etwas verändern werden. Die Straße ist unsere Bühne, die Straße ist gleichzeitig auch der Proberaum und der Umkleideraum. Die Theatergruppe tritt meist in weißen Anzügen auf, manchmal auch weiß geschminkt.
Die Theatergruppe Ein/Aus wird am Sommerfest ein ungefähr 30 minütiges Stück über die Repression gegen Tierrechtsaktivist_innen, die bislang in den Verfhaftungen am 21. Mai 2008 und der darauffolgenden 105 Tage langen U-Haft gipfelte, zum Besten geben. Denn wo Unrecht zu Recht wird, da wird Widerstand zur Pflicht!
Für das Antirepressions-Stück "Diskriminierung, Repression und Beugehaft – Politisch Aktive nie mehr in Untersuchungshaft – Novellierung des Paragrafen 278!", das auch auf einigen Veganmanias aufgeführt wird, werden noch MitspielerInnen in den einzelnen Städten gesucht. (Genauere infos im Blog "Novellierung des § 278a!")
Künstler- Punk aus Wörgl/Tirol. Gegründet 2005. Wenn Unexplained loslegen weiß mensch, dass Österreich um eine Rock n Rollband reicher geworden ist. Mit Riffs die aus den Gitarren von Turbonegro oder Gluecifer ertönen könnten zeigen die vier Tiroler, dass auch der österreichische Underground-Rock etwas drauf hat. Bei ihrer Bühnenshow kommt einem nicht selten der Gedanke, dass sich diese Band auch auf größeren Bühnen zurechtfinden und behaupten kann – Hier wird gepost und gesprungen! Immerhin teilten sich Unexplained die Bühne bereits mit Strike Anywhere und anderen von dieser Größenordnung. Neben Los Deepest und King Tiger sind also auch Unexplained für guten Skandinavien Rock aus Österreich verantwortlich! Keep on Rockin'
- Künstler
- Live ist THE MULE eine 4-köpfige Band die sich aus Musikern zusammenstellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Schlagzeuger kommt von einer Hardcore Band (Seven deadly Sins), der Bassist von einer Metal Band (Bong Baby Go Sub), der Gitarrist studiert klassische Gitarre und der Sänger ist noch in einer Metal und in einer Reggae Band … (bong baby go sub, Viva LA Muerte). Wenn alle gemeinsam loslegen, ergibt das den the Mule-Sound zwischen Blues, Country und Rockabilly.
Online kann the Mule neben der eigenen Homepage auch noch auf MySpace gefunden werden.
Künstler- Der Gedanke, dass Widerstand keine Floskel sein sollte, treibt den Lübecker Rapper Albino schon seit 14 Jahren zur kritischen Auseinandersetzung mit der menschlichen Wirklichkeit. Ausgefeilte, nachdenkliche und kritische Texte treffen auf melancholische und melodiöse Beats.
Das aktuelle Album heisst "Überlebenstraining". Mehr Infos auf der Website www.albino-online.de. - Statement
- Ich lebe seit dem Jahr 1999 vegan. Der Grund hierfür ist einfach. Ich möchte in einer offenen Gesellschaft
frei von Gewalt, also auch frei von Ausbeutung, Terror und Herrschaft leben.
Eine Gewaltfreie Gesellschaft kann nur vegan funktionieren.
Lebewesen, die nicht zur Gattung Mensch gehören, sind gleichwohl fühlende Individuen mit konkreten Bedürfnissen. Sie empfinden wie wir Schmerzen und können leiden. Dies ist mittlerweile unumstritten und trotzdem wird diese fundamentale Tatsache von unserer speziesistischen Gesellschaft konsequent ignoriert. Das Ergebnis dieser Ignoranz stellt für mich eine nicht zu akzeptierende Brutalität dar gegen die ich mich wehre.
Tiere wollen leben. Leben um ihrer selbst willen. Sie leben nicht für uns, genauso wenig wie wir für irgendjemanden leben. Tiere sind keine Lebensmittel, keine Ware, sondern Individuen die ich respektiere.
Für eine vegane herrschaftsfreie Welt.











